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htaccess

8
Jan

Htaccess ist eine englische Abkürzung, die für hypertext access steht. Die htaccess Datei liegt auf dem Webserver und ohne diese Datei wäre es wohl schwer, eine sinnvolle OnPage Optimierung für die Webseiten, die mit dynamischen Seiten erstellt werden – wie beispielsweise bei Foren, Blogs, CMS oder Bildergalerien – zu betreiben.

Die htaccess Datei ist nämlich für die Steuerung der Server Parameter zuständig und definiert gleichzeitig die jeweiligen Zugriffsrechte für das Verzeichnis in deren Root sie liegen.

Anwendungen, die mit htaccess typischerweise realisiert werden:

  • Fehlerseiten (404 Not Found)
  • Suchmaschinenfreundliche Weiterleitung
  • Neudefinition von internen Verknüpfungen mit Hilfe von sogenannten Rewrite Rules (auf Apache Servern mittels des Moduls mod_rewrite umgesetzt)
  • Vergabe von Passwortschutz für einzelne Dateien oder ganze Verzeichnisse
  •  Vermeidung von Duplicate Content (doppelte Inhalte)
  • Cloaking

Vor allem die Rewrite Rules spielen innerhalb der Suchmaschinenoptimierung eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen es nämlich, dass dynamische URLs, die über viele Parameter verfügen, in eine scheinbar statische URL umgewandelt werden, die zudem mit zentralen Suchbegriffen, die für die jeweilige Seite gerade von Relevanz sind, ausgestattet werden kann. Dies passiert indem vor der Ausgabe an den Client – also dem Suchmaschinen Bot bzw. dem Browser – die dynamischen Parameter in ein statisches Dokument umgewandelt werden. So tun sich Suchmaschinen bei der Zuordnung der Seite leichter und auch im Hinblick auf die Usability ergeben sich Vorteile, denn kurze URLs sind – sowohl in der Adresszeile, als auch in den Suchergebnissen – optisch ansprechender als dynamisch lange.

Nützlich kann htaccess auch zur suchmaschinenfreundlichen Weiterleitung sein. Derartige suchmaschinenfreundliche Weiterleitungen sollten immer „301 Moved Permanently“ Weiterleitungen sein. Interessant ist dies vor allem deswegen, weil bei einer derartigen Weiterleitung auch der PageRank und der Linkjuice an die neue Seite weitergegeben werden.

Ein weiterer Vorteil, der bei der Nutzung von htaccess entsteht ist, dass man doppelte Inhalte – auch Duplicate Content genannt – vermeiden kann. Dies wird erreicht, indem man eine Standard Domain definiert. Häufig entsteht Duplicate Content ganz einfach dann, wenn Google eine Domain einmal mit www und einmal ohne als zwei getrennte (Sub)Domains behandelt.

Wo derart viele Möglichkeiten geben sind, sind auch Black Hat SEOs nicht weit und so kann htaccess auch zu Cloaking Zwecken verwendet werden. Durch den Einsatz von Filtern, über die man definieren kann, dass Hostnamen oder IP-Adressen einen anderen Inhalt sehen, als andere, wird htaccess auch für Cloaking verwendet. Praktisch schaut das Ganze dann so aus, dass den Suchmaschinen ein optimierter Inhalt präsentiert wird – der für das Ranking gut ist – und dem User dann ein ganz anderer. Es ist allerdings nicht zu empfehlen diese Art des Cloakings zu verwenden, da sie von Google relativ gut durchschaut wird und eine Abstrafung bzw. einen Ausschluss aus dem Index zur Folge hat.