Leitfaden für einen guten Ruf
Wie wir bisher gesehen haben, handelt es sich beim Online Reputation Management um ein Sammelsurium aus den verschiedensten Online Marketing Strategien, wie beispielsweise der Suchmaschinenoptimierung (SEO), dem Suchmaschinenmarketing (SEM) oder dem Social Media Marketing (SMM).
Entsprechend ist es innerhalb dieser Seiten nur begrenzt möglich, eine detaillierte Schritt für Schritt Anleitung aufzuführen, zumal sich noch jede Online Reputation Management Kampagne individuell unterschiedlich gestaltet.
Dennoch gibt es einige Dinge, die eine Privatperson bzw. ein Unternehmen oder eine Organisation tun kann, um den eigenen digitalen Ruf im Internet positiv zu beeinflussen und zu verbessern.
Es wurde bereits erwähnt, dass sich der digitale Ruf von Privatpersonen im überwiegenden Maße im Web 2.0 bzw. in den sozialen Netzwerken bildet. Dementsprechend sollte auch bei dem Reputation Management der Fokus auf diese Anwendungen gelegt werden.
Für ein erfolgreiches Reputation Management bei Privatpersonen ist das wichtigste, dass diese für sich selbst eine Grenze hinsichtlich der Privatsphäre ziehen. Potentiell muss damit gerechnet werden, dass jeder sehen kann, was man im Internet von sich preis gibt.
Tipps für Privatpersonen:
- Das Privatleben auch als solches behandeln und privat halten (Kontakt mit Freunden und Bekannten kann man auch persönlich oder via E-Mail, Telefon, SMS usw. aufrecht erhalten).
- In sozialen Netzwerken nur Positives über sich selbst berichten.
- Niemals öffentlich seine Arbeit oder andere Personen schlecht reden; das Echo könnte verheerend sein!
- Gute Kontakte in sozialen Netzwerken (allen voran Xing) pflegen, denn es schadet nie, viele Leute zu kennen, die einem positiv gesonnen sind.
- Für das Reputation Management kann eine eigene Webpräsenz (die beispielsweise den Lebenslauf und Informationen über Hobbies beinhaltet) förderlich sein; vor allem dann, wenn dieser mittels Suchmaschinenoptimierung zu einem guten Ranking verholfen wird.
Ist es noch verhältnismäßig einfach, den digitalen Ruf eines Einzelnen zu beobachten, unter Kontrolle zu halten und zu formen, wird das Reputation Management bei Unternehmen oder Organisationen bereits um ein Vielfaches schwieriger. Die Online Reputation wird hier nämlich nur zu einem gewissen Teil selbst bestimmt. Der Großteil der positiven oder negativen Äußerungen kommt von Dritten und zwar meist unverhofft und an Orten, wo man es wahrscheinlich nicht vermutet hätte.
Tipps für Unternehmen und Organisationen:
- Der erste Schritt des Reputation Management sollte die optimale Positionierung der eigenen Webpräsenz in den Suchmaschinen (Stichwort: SEO und SEM) und im Internet (Stichwort: Social Bookmarking Services) sein.
- Einen eigenen Blog starten und zu pflegen mit dem es möglich wird, einen direkten Kontakt zum Zielpublikum herzustellen.
- Beteiligung in anderen Blogs und Foren sowie in sozialen Netzwerken, die für die eigenen Geschäftstätigkeiten relevant sind, um sich so einen Expertenstatus aufzubauen (Stichwort: SMM).
- Den Webauftritt stets mit neuen Inhalten versorgen und diese via Pressemitteilungen und Verlinkung bei News Seiten (beispielsweise Google News) publik machen.
- Ständige Kontrolle der Suchergebnisse:
o Positive Äußerungen weiter pushen mittels Verlinkung im Sinne der Suchmaschinenoptimierung.
o Negative Äußerungen zurückdrängen bzw. versuchen zu entkräften.
- Nach Möglichkeit Erstellung von witzigen, provokanten oder anderweitig herausstechenden Videoclips für Youtube & Co. (Stichwort: Linkbait).
Die Liste der Tipps für ein erfolgreiches Reputation Management ließe sich noch nach Belieben erweitern und verfeinern, entscheidend hierbei ist allerdings, ob man selbst dazu in der Lage ist, alle Einflussgrößen zu kontrollieren oder zu beeinflussen oder ob es ratsamer ist, eine Agentur zu beauftragen, die sich auf das Online Reputation Management spezialisiert hat.



