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3 SEO Herausforderungen, denen Unternehmen in Facebook gewachsen sein müssen

22
Sep

Facebook nimmt bereits jetzt einen zentralen Stellenwert bei der Nutzer- bzw. Kundenkommunikation ein. Künftig wird dieser externe Kanal eine noch gewichtigere Rolle spielen. Die Suchmaschinenoptimierung ist eng mit dieser Social Media Strategie verknüpft und endet nicht bei einer optimierten Fanpage auf Facebook sonder nimmt dort erst ihren Anfang.


Die Nutzungsdauer und die Nutzerzahlen von Facebook nehmen auch weiterhin stetig zu. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass durch Facebook Places und Facebook Questions die Verweildauer noch weiter ansteigen wird. Neueste Studien haben ergeben, dass viele Websites bereits jetzt zwischen fünf und 15 Prozent ihres Traffics dem sozialen Netzwerk verdanken – so mancher Blogger kann sogar 40 Prozent seiner Besucher über Facebook generieren.

In Verbindung mit SEO gibt es drei Aufgaben, die gemeistert werden müssen:

1.    SEO für Facebook Fanpages: Dient der besseren Auffindbarkeit der Fanpage über die Suchergebnisse von Google & Co.

2.    SEO für Facebook Suche: Wie werden Facebook Aktivitäten bei der internen Suche besser gefunden?

3.    Facebook und Social Media Marketing: Wie können die Marke, das Unternehmen, das Leistungsportfolio, die eigenen Webseiten etc. über Facebook optimal vermarktet werden?

Bei der Facebook Suche kann davon gesprochen werden, dass diese bei Weitem noch nicht so ausgereift ist, wie beispielsweise die Suche von Google, weshalb in der näheren Zukunft der Suchmaschinenprimus in dieser Hinsicht keine Konkurrenz zu befürchten hat. Es ist deshalb weitaus effektiver die Auffindbarkeit der erstellten Facebook Seiten bei Google zu verbessern als umgekehrt. Dennoch bieten die Facebook Seiten die Möglichkeit, den Traffic zu steigern. Zur selben Zeit können die eigenen Angebote qualitativ besser an den Kunden gebracht werden – Dank der Vernetzung mit Freunden und der Tools, die bei der Verbreitung der Inhalte behilflich sind. Facebook Seiten fungieren so als verlängerter Arm des Internet Auftritts.

Wie kann das Ranking der Facebook Seiten bei den Suchmaschinen verbessert werden?

Jeder, der sich mit der Suchmaschinenoptimierung ein wenig auskennt, dem dürften die folgenden Tipps geläufig sein:
–    Eigentlich sind Facebook Links nofollow Links, über Static FBML werden allerdings zusätzliche Gestaltungsoptionen zugänglich, die unter anderem auch dofollow Link ermöglichen.
–    In der Regel können Links, die sich auf einer Facebook Seite befinden, das Ranking der verlinkten Seite nicht verbessern. Die Inhalte, die auf der Facebook Seite geboten werden, können allerdings ein gutes Ranking bei Google & Co. erreichen. Likes und Links von anderen, externen oder facebook-internen Webseiten können hier große Ranking Verbesserungen bewirken.
–    Bei guter Listung können die Facebook Seiten somit für zusätzlichen Traffic sorgen. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich die Facebook Seite mit Hilfe von Static FBML als eine Art Presell Page zu gestalten. So wird der User schnell auf die eigentliche Webseite weitergeleitet – egal ob er über Facebook oder eine der Suchmaschinen gekommen ist.
–    Der Link von der Facebook Seite zur eigentlichen Web Präsenz wird am besten im „Info“-Reiter bzw. der „Über“-Box untergebracht. Darüber hinaus sollte mit Hilfe von News-Feeds auf der Pinwand immer wieder auf den Unternehmens Auftritt hingewiesen werden – diese können wiederum als Statusupdates bei Google für ein gutes Ranking sorgen.

Suchbegriffe und Inhalt

Wie aus der Suchmaschinenoptimierung bekannt, ranken auch Facebook Seiten innerhalb der SERPs besser, wenn die Suchbegriffe aus dem Suchstring vorkommen. Dabei sind folgende Plätze von strategischer Bedeutung:
–    im Namen der jeweiligen Facebook Seite
–    in der Vantiy-URL der Facebook Seite, welche dem Nutzernamen entspricht
–    in den Texten, die auf der Facebook Seite bzw. den Unterseiten vorkommen

Darüber hinaus verbessern auch – wie bereits erwähnt – interne Likes und Links die Sichtbarkeit der Facebook Seite. Zusätzlich können auch externe Links die Sichtbarkeit weiter erhöhen.

Wie kann das Ranking innerhalb der Facebook Suche verbessert werden?

Die Facebook Suche kann auf der Grundlage verschiedener Selktionsoptionen gestartet werden (beispielsweise Suggest, Events, Fanpages etc.). Die jeweiligen Ranking Faktoren sind zwar von der Selektionswahl abhängig, dennoch gibt es auch allgemeine Gesetzmäßigkeiten, die über alle Suchoptionen dieselben sind. So ist beispielsweise der richtige Status, wie etwa eingeladen, besucht, befreundet usw., ausschlaggebender als die relevanten Suchbegriffe. Darüber hinaus besitzt ein „gefällt“ mehr Zugkraft als die bloße inhaltliche Quantität, die auf der Facebook Seite verarbeitet wurde. Zudem liegt die Vermutung nahe, dass Event- und Gruppen Seiten gegenüber von Unternehmensseiten und Personenprofilen leicht präferiert werden.

Facebook und Social Media Marketing

Das Social Media Marketing (SMM) und die Social Media Optimierung (SMO) sind für einen anhaltenden Boom verantwortlich. Man sollte sich allerdings nicht voreilig zur Erstellung eines Twitter Accounts bzw. einer Facebook Fanpage hinreißen lassen. Bevor dieser wichtige Schritt unternommen wird, sollte ein umfassender SMM-Plan erarbeitet werden. Innerhalb dieses Plans sollten die folgenden sechs Punkte unbedingt abgehandelt werden:
–    realistische Ziele
–    Ressourcen, die für die Zielerreichung benötigt werden
–    mögliche Risiken und Nebenwirkungen
–    konkrete Social Media Maßnahmen, die zum Einsatz gebracht werden
–    Auswahl der geeigneten Plattformen
–    umsetzbare Erfolgskriterien

Ein Charakteristikum von Social Media ist die Tatsache, dass hier auch Personen ohne Beteiligung eines Unternehmens untereinander über eine Marke diskutieren. Im Zuge der Social Media Marketing Anstrengungen muss folglich für möglichst positive Schlagzeilen gesorgt werden. Derartige Schlagzeilen müssen möglichst gut vorbereitet werden. Nur so können die sogenannten A (attention) I (interest) D (desire) A (action) Unterziele zusammen mit einer verstärkten Loyalität und Kundenbindung erreicht werden.

Facebook, Twitter oder YouTube: für all diese beteiligten Formate gilt, dass Like’s Follow me’s und Ähnliches nur der erste Schritt sind. Wurde der Dialog erst einmal angestoßen, muss dieser zeitnah, inhaltlich angemessen und auf eine nachhaltige Art und Weise fortgeführt werden. Dies bedeutet in weiterer Folge, dass bei einem Wachstum der Community auch entsprechende Ressourcen bereitgestellt werden müssen – dabei sollte immer das Produkt im Mittelpunkt der Community stehen.

Darüber hinaus können mit bewährten Mitteln – beispielsweise Sonderaktionen – neue User für sich gewonnen werden. Hier spielt auch das Empfehlungsmarketing eine große Rolle. Die bereits bestehenden Liebhaber müssen nämlich möglichst zu einer Weiterempfehlung animiert werden. Hier sollte auch mit Features gearbeitet werden, die das Weiterempfehlen erleichtern.

Eine wohlwollende Kommunikation ist die Grundvoraussetzung für die Erreichung der Ziele – vor allem der vorher genannten Unterzeile „interest“ und „desire“. Der große Unterschied zur Werbung im Fernsehen und den Printmedien besteht darin, dass im Zuge des Social Media Marketings nicht gelogen werden darf. Sind es Konsumenten bei TV-Spots und Printanzeigen gewohnt, dass hier geflunkert wird, werden Versprechen im Internet sehr kritisch hinterfragt und diskutiert. Somit muss die Planung, die dem Social Media Durchstarten vorangeht, auf das gesamte Unternehmen – nicht nur die Ressourcen, sondern auch die Mitarbeiter, Produkte etc. – ausgeweitet werden. Für alle Fälle sollte zudem immer ein Notfallplan parat stehen.

Auf Social Media Optimierung nicht vergessen!

Nachdem Social Media Marketing zum Großteil einen viralen Verlauf nimmt, müssen die anfänglichen Botschaften so gestaltet werden, dass sie vom Publikum als „weiterempfehlenswert“ eingestuft werden. In diesem Zusammenhang hat es sich bewährt, das Publikum zum Mitmachen zu animieren. Darüber hinaus können auch andere, klassischere Formen des Marketings die Verkaufschancen erhöhen, sind aber keinesfalls zwingend.

Hier sollte vor allem auch mit den bewährten Strategien der Social Media Optimierung gearbeitet werden. Bei SMO wird versucht, die gebotenen Inhalte zu optimieren, damit die bezweckten Aktionen möglichst einfach durchgeführt werden können (beispielsweise den „Like“-Button zu klicken). Darüber hinaus wird im Zuge von SMO auch dafür gesorgt, dass das Auffinden der Inhalte für Suchmaschinen und Besucher gleichermaßen erleichtert wird. Des Weiteren werden das Beteiligen (kommentieren und diskutieren) und das Verbreiten (voten, twittern etc.) ebenfalls so einfach wie möglich gestaltet.

In diesem Sinne kann SMO durchaus mit SEO verglichen werden, wobei sich SMO auf die Erhöhung der Reichweite über Social Media konzentriert, SEO hingegen über die Suchmaschinen und ihre Suchergebnisse. Nicht zuletzt deshalb werden SMO und SMM häufig auch als Teilgebiete der Suchmaschinenoptimierung gesehen. Durch die Verbreitung der Inhalte kann nämlich auch die SEO OffPage Optimierung (die Generierung neuer Backlinks) vorangetrieben werden.

SMM Kampagnen sollten sich stets auf die folgenden zwei Fragen und ihre Beantwortung stützen:
–    Was hat meine Marke davon? – beispielsweise mehr Fans, mehr Verkäufe etc.
–    Was hat mein Zielpublikum davon? – beispielsweise Unterhaltung

Eine weitere Gemeinsamkeit von SEO und SMO ist die Tatsache, dass es sich bei derartigen Werbestrategien um keine einmaligen Aktionen handelt. Kontinuität, damit verbundene Planung sowie regelmäßige Erfolgskontrolle und Zielanpassungen sind unverzichtbare Komponenten des Erfolgs.

Tipps und Tricks für die Aktivitäten auf Facebook & Co.

Abschließend noch hilfreiche Hinweise bezüglich des Contents, der Kommunikation und der Präsentation sowie allgemeine Ratschläge:

1. Der Content:
–    Es sollte stets über Neuigkeiten zu Aktionen und Produkten berichtet werden, wobei darauf geachtet werden muss, dass es sich wirklich um neue, hilfreiche und relevante Inhalte handelt.
–    Zusätzliche Informationen zu Produkten und / oder anderen relevanten Themen sorgen immer für Aufmerksamkeit. Auch hier sollte wieder auf Exklusivität geachtet werden.
–    Die Vorteile müssen klar herausgearbeitet werden – beispielsweise über Preisnachlässe, Previews etc. Besonders wirkungsvoll ist das Ganze, wenn gewisse Vorteile nur für Fans zugänglich gemacht werden.

2. Kommunikation
–    Es sollte eine möglichst lockere Tonalität angeschlagen werden – keinesfalls aufgesetzt, versteift oder gestellt.
–    Ebenso ist es wichtig, dass mit offenen Karten gespielt wird und die Kommunikation auf einer ehrlichen Basis stattfindet. Hier spielt auch die Glaubwürdigkeit eine große Rolle.
–    Es ist sinnvoll Diskussionen anzustoßen. Werbesprache sollte möglichst vermieden werden.
–    Beiträge oder andere Inputs sollten möglichst schnell – und gleichzeitig überlegt – beantwortet werden.
–    Prinzipiell sollte man immer freundlich und tolerant sein – gegenteilige Meinungen dienen als Inspiration und Bereicherung.

3. Präsentation
–    Hier sollte darauf geachtet werden, dass nicht nur die Produkt und Dienstleistungen präsentiert werden, sondern auch das Unternehmen und die Mitarbeiter, die sich hinter dem Ganzen befinden.
–    Usergenerierte Inhalte sollten prinzipiell ermöglicht werden.
–    Multimedial (also auch mit Fotos und Videos) arbeiten.

4. Allgemein
–    Prinzipiell sollten die gebotenen Inhalte abwechslungsreich sein.
–    Hierfür kann man sich auch ruhig externe Anregungen holen.
–    Aktuelle und kontrovers diskutierte Themen sollten in jedem Fall aufgenommen werden.

Hinsichtlich der Erfolgsmessung der gesetzten Maßnahmen, sollte man sich stets an den Maßnahmen selbst und den gewählten Formaten orientieren. Spezifische und allgemeine SMM Tools, sowie URL-Shortener oder diverse Google Tools können in diesem Zusammenhang wichtige Eckdaten liefern, die zusammengefügt ein ziemlich deutliches Bild ergeben. Darüber hinaus müssen auch die sogenannten Key Performance Indicators definiert werden, da erst durch sie die verschiedenen Maßnahmen über einen längeren Zeitraum hin richtig beurteilt werden können.

Quelle: ibusiness