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Bing soll Suchergebnisse kopieren

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Feb

An der Spitze der Suchmaschinen-Front sorgt ein aktueller Vorwurf für Aufsehen. Google wirft Microsoft vor, dass die Suchmaschine des Konzerns, Bing, Suchergebnisse kopiere. Mit solch harten Bandagen wurde bislang noch nicht gekämpft. Während Microsoft die Vorwürfe zurückweist, fordert Google den Konzern dazu auf die Vorgehensweise zu unterlassen.

Um beweisen zu können, dass Bing Suchergebnisse von Google kopiert, hat der Branchenprimus seinem Konkurrenten eine Falle gestellt. Mit den Ergebnissen geht Google nun an die Öffentlichkeit. Nach den Aussagen des US-Konzerns nutzt Bing die Toptreffer von Google, um die eigenen Suchergebnisse zu verbessern.

Google erklärte, dass man, um die Kopien belegen zu können, sinnlose Buchstabenkombinationen als Suchanfrage in den Ergebnissen positioniert hat. Diese sollen prompt in identischer Form in den Listings von Bing aufgetaucht sein. Der Internetkonzern Google hat die Treffer für mehrere Suchanfragen manipuliert, die inhaltsleer waren. Die Mitarbeiter des Branchenprimus haben Anfragen wie „mbzrxpgjys“ von zuhause aus im Internet Explorer gestellt und das Suchergebnis angeklickt. Nach zwei Wochen lieferte Bing für die inhaltslosen Suchanfragen die gleichen Ergebnisse wie Google.

Im Blog search engine land berichtet Danny Sullivan in einem Beitrag, dass Bing analysiert, was die Nutzer auf Google suchen. Zugleich soll Bing prüfen, welche Seiten aus den Suchergebnissen von den Nutzern angeklickt werden. Die daraus gewonnen Informationen nutzt der Google-Konkurrent laut dem Branchenprimus, um die eigenen Suchergebnisse aufzubessern. Google-Suchspezialist Amit Singhal soll erklärt haben, dass man kein Problem mit einem Konkurrenten hat, dem die Entwicklung eines innovativen Algorithmus gelingt, jedoch handele es sich beim Kopieren nicht um eine Innovation.

Microsoft weist die Vorwürfe derzeit zurück. So soll Harry Shum in einem Blogbeitrag die Aktion von Google als „Trick wie aus einem Spionageroman“ beschrieben haben. Shum verwies in dem Beitrag darauf, dass alle von den Nutzern lernen. Über Twitter stritt auch Microsofts Kommunikationschef Frank Shaw die Vorwürfe ab. Er wirft Google vor, dass man mit der Positionierung der Story von dem Verdacht ablenken möchte, dass man selbst Suchergebnisse manipuliert.

Im Kampf der Titanten legte Google nun mit einem Beitrag im Official Google Blog nach. In diesem werden weitere technische Details genannt. So erklärt Google erneut, dass Bing Google-Suchergebnisse nutzt und das Vorgehen zugleich abstreite.

Quelle: Internetworld