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BVDW veröffentlicht 10 Thesen zur Zukunft der Social Media

8
Feb

Mit zehn Thesen widmet sich der Bundesverband Digitale Wirtschaft aktuell der Zukunft der Social Media in 2011. Nach Einschätzungen des BVDW ist die Zeit, in der die Unternehmen ihre Praktikanten auf Twitter agieren ließen, vorbei. Patrick Wassel, stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe Social Media im BVDW erklärte, dass die Social Media in den kommenden Monaten in weiteren Unternehmensbereichen Einzug halten wird.

Zugleich werden die sozialen Netzwerke 2011 nicht nur von großen Firmen genutzt, sondern werden sich insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen zu einem wichtigen Thema entwickeln. So glaubt Mike Schnoor, dass gerade diese Betriebe die direkte Kommunikation mit den Nutzern für sich entdecken werden.

Nach Einschätzungen des BVDW wird die Social Media 2011 in die Unternehmensorganisationen integriert. Demnach haben die bisherigen Hobby-Lösungen in den Betrieben ausgedient. So erklärt der Bundesverband, dass die Phase eines Trends oder Hypes vorbei sei. Aus diesem wird sich die Social Media 2011 zum Unternehmensalltag entwickeln. Dabei will sie als Disziplin auch übergreifend organisiert werden. Die Unternehmenskommunikation soll sich zudem nicht mehr nur auf einzelne Bereiche konzentrieren, sondern wird in allen Abteilungen eine zentrale Rolle spielen.

Die zweite These des BVDW widmet sich dem Employer Branding 2.0. So soll sich das Employer Branding 2.0 im Laufe des Jahres zum essentiellen Bestandteil bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter entwickeln. Demnach werden Bewerber mit Blick auf die Stellenangebote immer anspruchsvoller und setzen in ihrem Entscheidungsprozess auf den User Generated Content. Anhand ihrer Präsenz und Bewertungen werden sich Bewerber bereits im Voraus über die Unternehmen und die Aktivitäten der Mitarbeiter informieren.

Der BVDW rechnet zugleich damit, dass die Entwicklung neuer Dienstleistungen und Produkte in den Unternehmen auf breitere Beine gestellt wird. Dabei sollen eine extrem breite Wissensbasis und ein sehr schnelles Feedback sowohl auf interner als auch externer Ebene langfristig zum Adaptive Engineering führen. Dadurch könnte die Zeit, die durch langwierige Mafos vor der Produktentwicklung und Einführung geprägt wird, bald beendet sein.

Die vierte These des Bundesverbandes widmet sich dem CRM. Lief das Beziehungsmanagement im vergangenen Jahr noch weitgehend unsozial ab, wird es 2011 zu einer zunehmenden Verschmelzung verschiedener CRM-Bereiche mit unterschiedlichen Social Media Komponenten kommen. Dabei wird die Social Media vor allem in den Bereichen Leadmanagement, Kundenbindung und Kundenservice eine zentrale Rolle einnehmen. Um diese Verschmelzung zu gewährleisten, werden die CRM-Systemanbieter dafür sorgen, dass die Daten und Prozesse aus der Social Media systematisch genutzt werden können.

2011 werden zudem auch kleinere und mittelständische Unternehmen auf den Zug des Social Media Marketings aufspringen. Bislang war dieser Bereich überwiegend den großen Unternehmen vorbehalten. In diesem Jahr schließen sich spezielle Social Media-Budgets den gesamten Werbebudgets an. Die Unternehmen in der zweiten Reihe haben die Möglichkeit, von den Fehlern der Konzerne zu lernen. Dadurch können sie besser einschätzen, in welchen Bereichen ihnen die Social Media wirklich nützt.

Der BVDW ist sich zudem sicher, dass User in diesem Jahr neue dynamische Plattformen und Applikationen für sich entdecken werden. Dadurch könnten sie künftig themen- und kontextspezifische Beziehungen führen. Die Social Media wird demnach unter Beweis stellen können, dass sie weitaus mehr ist als nur Facebook. Der Longtail wird zudem durch Themenplattformen wie Foren und Blogs wieder ins Gespräch gebracht werden.

Für die Unternehmen wird sich die Social Intelligence 2011 zum Erfolgsfaktor entwickeln. Bereits 2010 handelte es sich bei dem Social Media Monitoring um ein großes Thema. In diesem Jahr wird der Fokus darauf liegen, die Tools weiter zu optimieren. Dabei wird die Frage an Bedeutung gewinnen, wie und wofür das Wissen der Unternehmen eingesetzt wird.

In Sachen ROI ist mit einer Fortführung der Diskussionen zu rechnen. Demnach wird die Messbarkeit der einzelnen Maßnahmen erneut an Gewicht gewinnen können. Die Social Media wird sich damit als typischer Aspekt im Kommunikationsalltag etablieren können.

Durch die wachsende Bedeutung der Social Media werden nach Einschätzungen des BVDW auch neue Berufsbilder entstehen. Letztlich erfordert sie von den Mitarbeitern der Unternehmen und Brands ganz neue Fähigkeiten. Da das erlernte Marketingwissen nur noch zum Teil eingesetzt werden kann, wird sich mit dem Community Manager eine bedeutende Fachkraft etablieren können. Zugleich sind diese Fachkräfte die neuen Erfolgsfaktoren der Kommunikation.

Zudem wird sich die Kampagnenarbeit, wie sie bislang bei Marken und Agenturen bekannt ist, zum Auslaufmodell werden. Damit steigen aber auch die Anforderungen an Ideen, die mittlerweile weitaus mehr können müssen als Aufmerksamkeit zu generieren. Von den Unternehmen ist in diesem Bereich vor allem Engagement gefragt. Dabei muss von Seiten der Verantwortlichen verstanden werden, dass es sich bei dem Launch nicht mehr um das Ende, sondern um den Anfang der Arbeit handelt.

Quelle: Internetworld