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CRO wird bei Website-Relaunches zur Pflicht

17
Feb

Die Zahl der Unternehmen, die sich für einen Website-Relaunch entscheiden, wächst sukzessive. Im Zuge der anhaltend steigenden Umsatzzahlen wollen viele Unternehmen, allen voran Online Shops, das Branding vorantreiben und so noch höhere Wachstumsraten erzielen. Die Folge ist meist ein kompletter Relaunch der eigenen Website.

Nicht selten führt genau dieser jedoch zu einem gegenteiligen Ergebnis. Ein harter Relaunch, bei der Farbgebung der Site oder auch das Design maßgeblich und in einem Zug verändert wird, hat seine Tücken und erhebliche Gefahren.

Viele Kunden fühlen sich durch das neue Design verunsichert. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn sie zuvor häufig in dem Shop bestellt haben. Sie kennen die Abläufe, wissen wo sie die Angebote finden und suggerieren mit dem Bestellvorgang einen hohen Komfort. Wird die Site dann komplett verändert, distanzieren sich die Kunden. Die Folgen für einen Online Shop sind fatal. Schnell kann der Relaunch den Umsatz in den Keller drücken und das mühevoll aufgebaute Wachstum beenden.

Auch bei einem kompletten Relaunch der Seite sollten Erkenntnisse und vor allem auch Errungenschaft älterer Auftritte in die komplette Planung einbezogen werden. Wichtig ist dabei die Kommunikation mit der Zielgruppe. Ein Relaunch kann nur dann erfolgreich sein, wenn er den Wünschen und letztlich auch der Meinung der Zielgruppe gerecht wird.

Eine hervorragende Alternative zum mittlerweile stark verbreiteten Relaunch ist der sogenannte Softlaunch. Bei ihm werden Step by Step einzelne Elemente der Site geändert. Die Website an sich bleibt jedoch in ihren Grundlagen bestehen. Zugleich ermöglicht es der Softlaunch den Unternehmen nachzuvollziehen, welche Änderungen sich wirklich positiv auf den Shop und die Konversionsraten ausgeübt haben. Grundsätzlich verbinden viele Shops ein starkes Branding mit einem hohen Umsatz. Dass es sich hierbei jedoch um einen Trugschluss handelt, wissen nur die Wenigsten.

Dabei hat ein guter vor allem wachsender Shopumsatz mit den Branding nichts gemein. Letztlich muss auch bedacht werden, dass es sich beim Branding um einen langfristigen Prozess handelt, der mit starker Imagearbeit einhergeht. Ein knallharter und zugleich hektischer Relaunch führt zu zwei entscheidenden Folgen. Zum einen lässt er die Konversionsraten sinken und zum anderen führt er zu keinerlei Verbesserung im Branding. Branding kann nur dann erfolgreich sein, wenn es auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt wird.

Vor allem bekannte Online Shops machen es vor, wie erfolgreich ein Softlaunch sein kann. Bei diesem werden die Elemente einer Seite leicht und Schritt für Schritt geändert. Die komplette Umstellung der Farbigkeit ist in diesem Fall meist ein Quartals- oder eben auch Jahresziel. Für den Kunden bleibt durch einen Softlaunch das gewohnte Umfeld erhalten. Er wird langsam mit den neuen Elementen und Funktionen vertraut gemacht und kann sich auf diese einstellen und sie kennenlernen. Beim Softlaunch ist es entscheidend, dass die Konversionsrate stets auf Steigerungskurs bleibt.

In Sachen CRO ist es für den anhaltenden Erfolg eines Unternehmens wichtig, dass die entscheidenden Parameter verglichen werden. So gilt es nach jeder Änderung zu prüfen, wie sich diese auf die Konversionsraten auswirken. Eine einfache Überprüfung der Wirkung einzelner Veränderungen oder Ergänzungen ist mittels Onlinebefragungen und Tests möglich. Diese gehen nicht mit einem hohen Kostenaufwand einher, ermöglichen aber die direkte Kommunikation mit der Zielgruppe.

Die CRO wird in den kommenden Jahren weniger eine Kür als vielmehr eine Pflicht sein. Doch das Umdenken ist nicht nur bei den zahlreichen Online Shops erforderlich, sondern auch bei den Designern, die mit dem Relaunch beauftragt werden. Sie müssen verstehen, dass für sie die Entwicklung in Richtung Userführung und Typologien schlichtweg unerlässlich ist.

Quelle: Ibusiness