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Die richtigen Spuren in der eigenen Online-Vita ziehen

12
Aug

In der eigenen Digital Reputation sollte auf Kurzsichtigkeit generell verzichtet werden. Auch wenn man gerade mit einem neuen Job gestartet hat, sollte der Wert der eigenen Marke im Internet kontinuierlich gesteigert werden. Das Reputation Management ist alles in allem kein neues Thema. Doch gerade in Zeiten der neuen Kommunikationskanäle gewinnt es rasant an Fahrt. In jeder Vita gehören Patchworking und Jobwechsel mittlerweile zum guten Ton. Dabei sollte man sich stets vor Augen halten, dass der Stillstand immer ein Rückschritt ist.
Sämtliche Online-Profile müssen die Entwicklung der eigenen Biografie widerspiegeln. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Profile bei Xing und LinkedIn oder bei Twitter und Facebook handelt. Obwohl die Pflege der eigenen Webprofile zweifelsohne trivial ist, ist sie bis heute keine Selbstverständlichkeit. Der Grund dafür ist vor allem der Zeitaufwand, der ohne Zweifel enorm ist. Bei den Profilen in sozialen Netzwerken sollte der Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber nicht verschwiegen werden. Er sollte stets gemeinsam mit den Daten des neuen Arbeitgebers angegeben werden. Gleichzeitig sollte man sowohl in Netzwerken als auch im eigenen Blog nicht auf eine Kurzbeschreibung der eigenen Person verzichten. In dieser Kurzbeschreibung sollte auf die bisherige Stelle eingegangen werden. Gleichzeitig sollte aber auch immer die Motivation für die neue Aufgabe aufgegriffen werden. Wichtig ist, dass man bei dieser zum einen auf die eigenen Ziele, zum anderen aber auch auf die persönlichen Visionen eingeht. Durch diese Informationen wird das persönliche Profil geschärft und es prägt sich rascher bei neuen potenziellen Kontakten ein.

Nicht selten scheitern gestandene Fachkräfte jedoch gerade an dieser Schreibarbeit. Verfügt man nicht über ein gewisses Schreibtalent, das man beispielsweise auch im eigenen Blog einsetzt, fällt das schriftliche Festhalten von Visionen, Motivation und Zielen verständlicherweise schwer. Insbesondere diejenigen, die bereits das Verfassen des Bewerbungsanschreibens als zäh und schwierig empfunden haben, verzichten auf eine solche Kurzbeschreibung der eigenen Person in sozialen Netzwerken. Eine Umfrage des IT-Sicherheitsdienstes Avira und Ruflotse hat ergeben, dass die Mehrzahl einer solchen Kurzbeschreibung kaum Bedeutung zuspricht. Demnach spielt es für sie keine Rolle, ob sie sich damit auf eine mögliche neue Stelle vorbereiten.

Doch gerade für das individuelle Monitoring gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Tools, die die Arbeit erleichtern. Allen voran muss Google Alerts genannt werden. Es durchsucht Websites, Blogs und Foren. Weitere Tools, die für das Monitoring eingesetzt werden können, sind Socialmention.com, Broadtracker.com und Twitalyzer.com. Von letzterem wird eine Analyse von Tweets übernommen.

Wechseln Personen ihren Job, sollten sie sich im Internet möglichst präsent darstellen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass sie sich so weit wie möglich durchsichtig zeigen. Fehlt eine Online-Historie wirkt man auf andere meist vielmehr suspekt als positiv interessant. Dies lässt sich insbesondere ab einer gewissen Hierarchieebene erkennen. Vor allem bei Führungskräften spielen weiche Faktoren eine wichtige Rolle. Hierbei handelt es sich beispielsweise um die strategische Denkfähigkeit, nicht zuletzt aber auch um die Fähigkeiten, die mit Blick auf den Führungsstil vorliegen. Wer seinen Arbeitsplatz verlässt, muss diesen Abschied auch gut managen können. Nur dann kann er davon auch zu späterer Zeit profitieren.

Dabei sollte man sich stets vor Augen halten, dass Brüche im Lebenslauf von Seiten potenzieller neuer Arbeitgeber durchaus erwünscht sind. Sie sind immer ein Beleg dafür, dass man sich selbst weiterentwickelt. Es ist jedoch unabdingbar, dass die Suchergebnisse, die bei Google zu einer Person zu finden sind, das Spiegelbild der aktuellen Entwicklung sind. Es ist unabdingbar, dass die neuen Aufgaben auf den vorderen Trefferplätzen erscheinen. Finden sich auf den oberen Positionen lediglich die alten Aktivitäten, weist dies auf deutliche Fehler beim Branding hin.

Hat man alle Online-Profile zur eigenen Person auf den neuesten Stand gebracht, ist es durchaus empfehlenswert, die neuen Themen zum Kommunikationsinhalt zu machen. Dies ist am besten über den eigenen Blog möglich. Der Fokus aller Branding-Aktivitäten sollte sich immer auf etwas Eigenes beziehen. Konzentriert man sich nur auf Profile in sozialen Netzwerken, setzt man sich entsprechenden Gefahren aus. Mit Blick auf die Netzwerke ist nie vollständig klar, wem der dort zu findende Content gehört. Darüber hinaus kann der eigene Blogname nicht problemlos in allen sozialen Netzwerken eingesetzt werden.
Obwohl die sozialen Netzwerke im Internet mittlerweile wie das Salz in der Suppe sind, handelt es sich bei ihnen nicht um eine gefestigte Landschaft. Ein Beispiel dafür ist Myspace. Es war vor zwei Jahren in punkto Soziale Netzwerke noch das Maß aller Dinge. Mittlerweile spielt es dagegen kaum mehr eine Rolle. Steckt man viel Zeit in die Eigen-PR im Internet, sollte man sich auf den eigenen Content konzentrieren. Diesen kann man beispielsweise über Twitter und Facebook promoten. Dabei muss unter dem Content in erster Linie Text verstanden werden. Für die Suchmaschinen geht er mit einer wesentlich höheren Relevanz einher als beispielsweise Videos. Mit dem eigenen Content generiert man neue Inhalte und diese wandern in den Suchmaschinen stückweise nach oben.

Allerdings darf man auch hier keine Wunder erwarten, denn der Weg zu den oberen Suchergebnissen kostet Zeit. Diese Zeit kann jedoch auch genutzt werden, um eigenständig auf neue Kontakte zuzugehen und ihnen beispielsweise auf Twitter zu folgen. Es ist wichtig, mit neuen Kontakten zu kommunizieren und deren Aufmerksamkeit zu wecken. Ist man mit den wichtigsten Branchenexperten vernetzt, können weitere Kontakte leichter geknüpft werden. In diesem Fall setzt der Schneeballeffekt ein, der wiederum dazu führt, dass man von den richtigen Personen auch gefunden wird. Es gilt darauf zu achten, dass man die alten Spuren nicht mit den neuen Aktivitäten verwischt, denn sie sind ein Grund dafür, warum man den neuen Posten hat. Demnach sollten die neuen Aktivitäten in der persönlichen Vita integriert und letztlich auch erklärt werden. Personen lassen sich im Vergleich zu einer klassischen Marke nicht rebranden.

Man sollte sich vor Augen führen, dass das Web nicht vergisst. Trotzdem machen sich nur wenige Menschen Gedanken über ihren digitalen Nachlass. Das Problem der Neupositionierung stellt sich für viele Arbeitnehmer noch nicht. Sie machen sich keine Gedanken darum, in welche Richtung sie ihre Profile in sozialen Netzwerken lenken möchten. Dies ist nicht grundsätzlich falsch, denn man sollte bedenken, dass nicht jeder ein völlig durchstrukturiertes Internetprofil benötigt.

Ist man dagegen auf Führungsebene tätig, wandelt sich dieses Bild in rasanter Geschwindigkeit. Jeder Manager der DAX-100-Unternehmen stellt auch eine eigene Marke dar und diese wurde durch den Lebenslauf geschaffen. Sie haben oft keinen Einfluss darauf, was andere Nutzer in Medien und Blogs über sie verbreiten und schreiben. Wird die Situation brisant, wenden sie sich an einen Reputations-Dienstleister. Oft ist es dann jedoch zu spät. Man sollte sich möglichst bereits im Voraus Gedanken über die eigene Positionierung im Web machen. Die Aufgabe eines Reputations-Managers besteht grundsätzlich darin auszuloten, was für die eigene Person möglich ist. Auch in anderen Bereichen wird sich eben genau das zu einem wichtigen Thema entwickeln. Demnach wird es auch für den Ottonormalnutzer wichtig sein, sich zu fragen, wie er mit seinen eigenen privaten Fotos umgeht und wo er diese im Internet veröffentlicht.

Quelle: ibusiness