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Google+: Der richtige Einsatz für die eigene Webseite

24
Jun

Mittlerweile ist auf breiter Ebene bekannt, dass sich Google die Informationen seines unternehmenseigenen Netzwerks Google+ zu Nutze macht, um sie für das Ranking einer Seite auszuwerten. Doch wie wichtig ist das Netzwerk für Betreiber einer Webseite und wie sollte Google+ im Idealfall genutzt werden?

Um im Internet Kunden für die eigene Webseite zu gewinnen, beschränken sich die meisten Unternehmen nicht mehr auf die Seite an sich, sondern arbeiten mit mehreren Kanälen. Dabei nehmen die zahlreichen sozialen Netzwerke, zu denen allen voran Twitter, Facebook und eben auch Google+ gehören, eine führende Position ein. In den letzten Jahren hat sich vor allem Facebook erfolgreich etabliert und wird gern zum Teilen und Liken genutzt. Auch weiterhin tun sich viele Webseitenbetreiber mit Google+ dagegen schwer und wissen nicht, wie sie das Netzwerk einsetzen sollen. Die gleiche Distanz ist ebenso auf Seiten der Konsumenten zu finden.

Zuletzt wurden immer wieder Meinungen laut, nach denen es sich bei Google+ nicht um mehr als um eine Geisterstadt handelt. Darüber hinaus soll es gegenüber Facebook erneut gescheitert sein. Doch allen Behauptungen zum Trotz kann Google+ schon in diesen Tagen auf eine beachtliche Zahl an Mitgliedern verweisen und diese bergen für Unternehmen natürlich auch gewisse Vorteile und Chancen.

 

Deutlicher Anstieg

2011 ging Google+ offiziell an den Start und wurde der Öffentlichkeit umfangreich vorgestellt. Schon zu dieser Zeit war klar, dass es sich bei dem Netzwerk in erster Linie um einen Großangriff auf Konkurrent Facebook handelte. Dabei konzentrierte sich Google in erster Linie auf Features, mit denen Google+ dem Zuckerberg Imperium wichtige Mitglieder abjagen wollte. Entsprechend vielversprechend verlief letztlich der Start des neuen Netzwerks. Innerhalb von wenigen Monaten gelang es Google mit seinem Netzwerk mehr als 80 Millionen Nutzer zu gewinnen. Doch trotz der hohen Mitgliederzahl konnte es in Sachen Aktivität nicht mit Facebook mithalten. Vor allem die Google+-Mitglieder erwiesen sich als sehr zurückhaltend.

Schon 2012 sprach das „Wall Street Journal“ nach einer Analyse von einer virtuellen Geisterstadt.

Doch in den letzten zwei Jahren schien sich eine Trendwende einzustellen. So sind die Nutzerzahlen bei Google+ in die Höhe geschnellt. Ende 2012 konnte Google+ nach den Ergebnissen des Global Web Index noch auf 435 Millionen Mitglieder verweisen. Bis Ende 2013 stieg die Zahl schließlich auf beeindruckende 1,15 Milliarden. Hingegen hat Facebook nach eigenen Angaben 1,3 Milliarden Nutzer. Zumindest mit Blick auf die Teilnehmerzahl liegen Google+ und Facebook damit weitgehend gleich auf.

 

Die Zwangsrekrutierung

Natürlich wurde zuletzt immer wieder die Frage laut, wie Google diese doch beeindruckende Entwicklung mit seinem Netzwerk meistern konnte. Dabei ist hier weniger Überzeugungsarbeit als vielmehr Zwangsrekrutierung der Grund. Den Startschuss dazu lieferte Picasa. Nutzer, die seit 2013 die kostenfreie Bildverwaltung aufrufen, werden direkt zu Google+ umgeleitet. Darüber hinaus sind auch alle Mitglieder und Fotos dieser von Picasa zu Google+ gezogen.

Schon Anfang 2012 begann Google damit, automatisch mit der Erstellung von einem neuen Google-Account auch ein Profil bei Google+ anzulegen. Einen solchen Account benötigen beispielsweise Smartphone-Nutzer, die ein Gerät mit Android besitzen. Nur mit ihm kann auf Apps aus dem Google Play Store zurückgegriffen werden. Darüber hinaus ist auch das Kommentieren auf YouTube mit diesem Account verbunden. Mit diesen Maßnahmen gelang es Google ein extremes Wachstum auf den Weg zu bringen. Trotzdem besitzt Google+ keine 1,15 Milliarden Karteileichen. Vielmehr sind nach Angaben des Global Web Index in dem Netzwerk 359 Millionen Nutzer aktiv. Um als solche betrachtet zu werden, müssen sie mindestens einmal monatlich posten, ein Bild hochladen oder auch einen Beitrag empfehlen. Die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt pro Monat bei sieben Minuten und ist damit durchaus gering.

68 Prozent der aktiven Nutzer laden Bilder hoch, während sich 54 Prozent durchaus darum bemühen, die Verbindung mit Freunden zu erhalten. 41 Prozent haben Interesse an der Konsumierung von Unternehmensinformationen und wählen die Interaktion. Hinsichtlich der durchschnittlichen Nutzungszeit kann Google+ nicht mit Facebook mithalten. Facebook kann auf eine durchschnittliche Nutzungszeit von sieben Stunden verweisen.

In entscheidenden Punkten kann Google+ also auch weiterhin nicht mit Facebook mithalten. Trotzdem sind mehr als 70 von insgesamt 100 Top-Unternehmen der Welt in dem Netzwerk zu finden. Dabei versprechen sich die Unternehmen von dieser Mitgliedschaft durchaus einen Mehrwert. Die Google+ Seite weist erhebliche Gemeinsamkeiten mit dem Facebook-Profil auf und wird meist in ähnlicher Form geführt. So wird es genutzt, um Bilder und Texte vorzustellen. Es dient zur Veröffentlichung von News und zur Bewerbung von Gewinnspielen und anderen Aktionen. Die Reichweite dieser Beiträge kann durch den Einsatz von Google durchaus beachtlich erhöht werden.

 

Mehr als 400 Millionen Beiträge

Noch 2012 wurden hierzulande insgesamt mehr als 400 Millionen Beiträge oder Webseiten mit einem Plus One gekennzeichnet und so empfohlen. Diese Zahl lag bei Facebook im gleichen Zeitraum bei 32,5 Billionen. Bislang gibt es für die Entwicklung im vergangenen Jahr noch keine Zahlen.

Entscheidend für Google sind mit Blick auf das eigene Netzwerk vor allem die Social Signals. Angesichts dessen ist das Netzwerk weit mehr als ein reiner Social Layer. Google ist dazu in der Lage die Social Signals exzellent zu nutzen. Dadurch erreicht die Suchmaschine eine Verfeinerung der eigenen Ergebnisse. Trotzdem ist bislang unbekannt, ob Google auf die Plus Ones als Rankingfaktor tatsächlich zurückgreift. In Zukunft dürfte dies aber mit Sicherheit mit einem „ja“ beantwortet werden. Dabei profitiert Google in erster Linie von dem gigantischen Datenvolumen.

Schon jetzt scheint festzustehen, dass es nicht nur um die reine Anzahl der Empfehlungen geht, sondern eben auch um die Qualität dieser. Demnach sollte der Empfehlende eine recht hohe Reputation haben. Aus diesem Grund sollte Besuchern der eigenen Webseite immer auch die Möglichkeit eingeräumt werden, mit lediglich einem Klick ein Plus One zu vergeben. Auf diesem Weg kann sicherlich nicht auf nennenswert mehr Traffic gehofft werden, allerdings erhalten die Seitenbetreiber so Social Signals.

Da damit gerechnet werden muss, dass Google die Social Signals bzw. die Plus Ones irgendwann nutzen wird, um sie in die Berechnung der SERPs einfließen zu lassen, lohnt es sich schon jetzt, die eigenen Kreise zu vergrößern und damit neue Empfehlungen zu sammeln.

 

Tipps für den erfolgreichen Auftritt bei Google+

Mit wenigen Tipps kann der eigene Auftritt bei Google+ durchaus verbessert werden. So geht es im Kern darum, Follower zu gewinnen. Nur mit ihnen wird jemand auf die eigenen Inhalte aufmerksam.

Um Follower zu gewinnen, können Unternehmen ein Gewinnspiel veranstalten oder spezielle Rabattaktionen ins Leben rufen. Dadurch ist es möglich, die Kunden dazu zu gewinnen, ein Follower zu werden. An dieser Stelle kommt es auf Masse an.

Der Einsatz von Google+ Badgets ist absolut empfehlenswert und sollte nicht vergessen werden. Durch ihn haben Mitglieder die Möglichkeit, sehr schnell eine Webseite oder auch eine Unterseite zu empfehlen. Dies zahlt sich vor allem bei Content-basierten Seiten aus. Grundlegend sollte darauf verzichtet werden, dass nur die Facebook-Beiträge auf Google+ veröffentlicht werden. Dies wird nicht ausreichen, um Kontakte zu pflegen. Google+ sollte aktiv dafür genutzt werden, um über Produkte und Preisaktionen, aber auch über Gewinnspiele zu informieren. Einen besonders hohen Stellenwert genießen Fotos.

Um langfristig Erfolg zu haben, ist es entscheidend, alle Daten kontinuierlich auszuwerten. Dabei sollte beispielsweise geklärt werden, welche Beiträge empfohlen wurden. Grundsätzlich lassen sich mit Google+ nur dann Erfolge erzielen, wenn Follower und Besucher kontinuierlich mit attraktiven Inhalten versorgt werden. Dabei sollten Unternehmen und Seitenbetreiber mindestens einmal pro Woche auf sich aufmerksam machen. Grundlegend muss der Inhalt dann aber auch interessant sein. Um dies zu gewährleisten, empfiehlt sich der Einsatz von langfristigen Redaktionsplänen.

 

Google+ Profile optimieren

Wie bei einer Webseite besteht auch beim Google+ hinsichtlich der SEO die Möglichkeit, das Profil zu optimieren. Die Profileinstellungen dienen Google zur Anfertigung einer Meta Description. Entscheidend sind die ersten 160 Zeichen. Hier sollten alle wichtigen Informationen ihren Platz finden. Da bei Google+ nicht nur Webseiten in den Suchergebnissen, sondern auch Beiträge präsentiert werden, kommt es auf die Überschriften an. Auch in den Überschriften sollten immer wieder Keywords untergebracht werden.

Hashtags sollten genutzt werden, um die Beiträge zu verschlagworten. Dadurch wird die Suche nach ähnlichen Beiträgen erleichtert und die Reichweite steigt. Google indexiert eigene Google+ Postings. Dadurch besteht für jeden Profilinhaber die Möglichkeit, die eigenen Beiträge ebenso blitzschnell indexieren zu lassen.

Quelle: Internetworld.de