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Google+ ermöglicht neue Profile für Marken, Unternehmen und Produkte

16
Nov

Die Nutzergemeinde des Social Networks Google+ musste sich mit Blick auf Unternehmensprofile in dem Netzwerk lange in Geduld üben. Ab sofort können auch Unternehmen bei Google+ ein eigenes Profil anlegen und damit aktiv auf das eigene Geschäft, die Marke oder ihre Produkte aufmerksam machen. Innerhalb der nächsten Tage soll das Feature von Google schrittweise eingeführt werden. Damit bleibt der US-Konzern seiner Linie hier abermals treu.

Bereits innerhalb von wenigen Tagen sollen jedoch alle Nutzer von Google+ dazu in der Lage sein, Seiten dieser Art einzurichten. Bereits auf den ersten Blick lässt sich allerdings die Ähnlichkeit erkennen, die zu den Facebook-Fanpages besteht. Bei Google+ können Unternehmensprofile ebenso wie private User verschiedene Dinge posten. Dies gilt sowohl für Fotos und Videos als auch für Kommentare und Artikel. Google selbst hat sich bereits für eine entsprechende Vorlage entschieden. Demnach gibt es nach Unternehmensangaben bereits 17 Seiten, die von unterschiedlichen Google-Teams stammen. Darüber hinaus gibt es einige Seiten von großen Marken wie Toyota, H&M, Pepsi und Angry Birds.

Bei Google+ können auch Seiten für Künstler, Sportclubs und Vereine angelegt werden. Gleiches gilt für Pflanzen und sprechende Papageien. Mit dieser Option scheint Google belegen zu können, dass der Klarnamenzwang mittlerweile kein Thema mehr bei dem sozialen Netzwerk ist.

Google+ Seiten schlagen sich in Suchfunktion nieder

Die Einführung der neuen Google+ Seiten hat auch Einfluss auf die Suchfunktion. Mit Direct Connect führt der US-Konzern eine Verbindungsmöglichkeit ein, die direkt aus der Suche heraus gestemmt wird. Demnach sollen Nutzer, die künftig beispielsweise nach +Pepsi suchen, direkt auf der Google+ Seite landen. Diese Verbindungsmöglichkeit klappt bislang allerdings noch nicht flächendeckend. Erste Erfolge können jedoch beispielsweise bei der Suche nach +Fox News verzeichnet werden. Die Suche nach Unternehmensseiten ist alternativ auch innerhalb von Google+ möglich. Im Anschluss können sich die User für eine entsprechende Verbindung entscheiden.

Auch mit Blick auf die Unternehmensseiten bleibt Google+ seinem Prinzip der unterschiedlichen Nutzerkreise treu. Demnach können die Nutzer des Netzwerks den Grad der Verknüpfung mit der entsprechenden Seite selbst bestimmen. Allerdings müssen sich Mitglieder des Netzwerks auf eine Besonderheit einstellen. So gibt es im Bereich der Einstellungen der Nutzerkonten eine Option, durch die Google+ Seiten, die von dem Mitglied gezielt gesucht werden, auch automatisch den eigenen Kreisen zugefügt werden.

Seiten können bei Google+ ähnlich agieren wie Personen. Demnach stehen ihnen die Möglichkeiten zur Verfügung Beiträge zu posten und sich mit anderen Seiten und Nutzern zu verknüpfen. Des Weiteren haben Unternehmen die Möglichkeit, einen Videochat mit bis zu neun Personen durchzuführen. In den nächsten Monaten sollen nach Angaben von Google weitere Funktionen dazukommen.

Google+ mit neuen Funktionen für Webseitenbetreiber

Damit Google+ zu einem Netzwerk ausgebaut werden kann, das nicht nur Menschen verbindet, sondern auch Webseiten, hat sich der US-Konzern für die Einführung einer Google+-Box entschieden. Sie kann in Webseiten eingebunden werden. Bei dieser Box handelt es sich nach Angaben von Google um eine Erweiterung von dem +1-Button. Durch die Box können die Nutzer nicht nur eine Seite „plussen“, sondern sie haben auch die Möglichkeit persönliche Hinweise anzusehen. Darüber hinaus können sie die Google+-Seite, die zu dem Unternehmen gehört, auch zu den Kreisen hinzufügen.

Google+ stellt außerdem eine Verknüpfung seiner Webanalyselösung Analytics mit dem eigenen sozialen Netzwerk her. Dadurch können Betreiber von Google+-Seiten die Interaktion mit den Nutzern anhand des Analyse-Werkzeuges exakt messen. In den kommenden Wochen möchte Google passende Tools vorstellen. Nach den Versprechen des Konzerns, soll dadurch ein Überblick über den Einfluss von sozialen Kampagnen auf die Unternehmensbilanz ermöglicht werden. So sollen Betreiber künftig sehen können, wer mit einer oder auch mehreren Seiten interagiert. Des Weiteren erhalten die User Informationen zu den demografischen Merkmalen ihrer Nutzer und können sich einen Überblick über deren soziale Interaktaktionen verschaffen. Dadurch können sie beispielsweise erfahren, welche +1-Seiten einzelne Nutzer haben und mit wem sie Inhalte und Kommentare teilen.

Mit dieser Entwicklung dürfte Google einmal mehr das Interesse von Datenschützern auf sich ziehen. Wegen der Sammlung dieser Daten geriet das soziale Netzwerk Facebook zuletzt immer wieder in die Kritik. Die Sammlung dieser Daten sorgt vor allem bei Politikern, Datenschützern und letztlich auch bei Nutzern zunehmend für Verunsicherung.

Quelle: Internetworld