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Google-Guru Matt Cuts veröffentlicht Video mit 10 SEO-Prognosen

21
Mai

Noch immer ist Google für viele wie ein Buch mit sieben Siegeln. Woran wird gerade bei der Suchmaschine gearbeitet und was wird auf das SEO-Universum in den kommenden Monaten zukommen? Allerhand Fragen bleiben in der Regel unbeantwortet. Nun hat Matt Cutts, Webspam-Team-Chef von Google, in einem Video 10 SEO-Prognosen ins Rennen geworfen. Das rund sieben Minuten lange Video gibt erste Aufschlüsse über die zahlreichen Trends, die in den nächsten Monaten die SEO-Welt prägen könnten.

Erst vor wenigen Tagen gab Matt Cutts das Update Pinguin 2.0 bekannt. Es soll in den kommenden Wochen in der Suchmaschine ausgerollt werden. In dem Video versucht Cutts nun jedoch ein wenig konkreter zu werden. Für das Jahr 2013 hat er einen Einblick in die Pläne seines Teams gewährt. Die damit verbundenen Neuerungen machen vor dem neuen Pinguin-Update keinen Halt. Gleichzeitig schließen sie aber auch spamverseuchte Suchanfragen, sowie Backlinks ein, die durch Advertorials erkauft wurden.

Neuerungen für das Jahr 2013

Das Video von Matt Cutts zeigt, dass sich die SEO-Welt auch in diesem Jahr auf allerhand Neuerungen einstellen muss. Dabei beziehen sich wesentliche Neuerungen auf Pinguin 2.0. Nach Aussagen von Cutts wird die neue Version des Updates härter durchgreifen als die erste. Darüber hinaus soll auch ihr Einfluss um einiges größer ausfallen. Nach den Vorstellungen von Google sollen Backlinks, die durch Werbung erkauft werden, grundsätzlich keinen Linkjuice weitertragen. Einige Webmaster gehen auf die Richtlinie der Quality Guidelines aber nicht ein. Nach Erklärungen von Cutts will sich Google aus diesem Grund damit beschäftigten, Maßnahmen zu ergreifen, die gegen diese Form von Advertorial Spam gerichtet sind. Aus diesem Grund ist es nach einer Empfehlung von Matt Cutts wichtig, dass native Werbung entsprechend deutlich gekennzeichnet wird. Zudem müssen NoFollow-Links gesetzt werden.

Auch spammige Suchanfragen stehen in diesem Jahr erneut im Fokus von Google. Es gibt derzeit in Abhängigkeit der jeweiligen Märkte einige Suchanfragen, die unter Spammern besonders populär sind. In Zukunft sollen bei solchen Suchanfragen hochwertige Inhalte besser berücksichtigt werden. Um dies zu realisieren, arbeitet Google aktuell an zwei wesentlichen Neuerungen. Für Nischen, die besonders auffällig sind, sollen dabei außergewöhnliche Herangehensweisen umgesetzt werden. Auch in Deutschland muss bei diesem Punkt mit Auswirkungen gerechnet werden. Sie könnten sich vor allem auf die Finanz-Branche, sowie das Porno-Segment beziehen.

Stärkeres Vorgehen gegen Link-Spam

Google will natürlich auch 2013 wieder gegen Link-Spam vorgehen. Dabei soll dies vor allem „flussaufwärts“ erfolgen. Anhand der Äußerungen lässt sich vermuten, dass Google stärker gegen Link-Netzwerke vorgehen möchte. Cutts verkündete immerhin erst vor wenigen Tagen, dass es wieder gelungen sei, mehrere tausend Linkverkäufer erfolgreich auszuschalten.

Des Weiteren arbeitet die Suchmaschine nach Angaben von Cutts an einem neuen System zur Linkanalyse. Die Analyse soll mit dem neuen System deutlich ausgeklügelter ablaufen als bislang. Bislang befindet sich Google an dieser Stelle jedoch in den Anfängen der Entwicklung. Allerdings sehen die bisherigen Daten durchaus vielversprechend aus.

Cutts versprach zudem, dass sich auch der Umgang mit gehackten Websites in Zukunft weiter verbessern soll. Google will sich darum bemühen,  gehackte Seiten in Zukunft besser zu erkennen. Des Weiteren soll an dieser Stelle auch die Kommunikation mit den Webmastern verbessert werden. Anhand der aktuellen Äußerungen lässt sich darauf schließen, dass Google in seinen Webmaster-Tools einen zentralen Anlaufpunkt hierfür einrichten wird. In diesem könnten sich für Seitenbetreiber auch allerhand wichtige Informationen finden. Schon seit März 2013 steht außerdem eine Hilfe-Seite für betroffene Webmaster bei Google zur Verfügung.

Autoritäten sollen stärker gefördert werden

Nach den Plänen von Google sollen Autoritäten in Zukunft stärker gefördert werden. Dadurch soll insbesondere die Bedeutung des Rankingfaktors Links ausgeglichen werden. Dieser Faktor ist ausgesprochen anfällig und lässt sich vergleichsweise einfach manipulieren. Damit dies in Zukunft nicht mehr möglich ist, sollen einzelne Autoritäten besser berücksichtigt werden. Sie sollen künftig besser zu relevanten Suchbegriffen positioniert werden. Inhaltlich kann vor allem auf den Author Rank geschlussfolgert werden. Er genießt bei Google eine zunehmende Bedeutung. Schon seit Langem wird dieser Trend in der SEO-Szene diskutiert.

Cutts räumte zuletzt ein, dass es sich bei vielen Webseiten, die von den Panda-Updates betroffen sind, um Grenzfälle handelt. Derzeit arbeitet Google daran, dass eben diesen Grenzfällen zu alter Stärke verholfen wird. Dabei müssen jedoch bestimmte Metriken in Richtung Qualität ausgerichtet sein.

Auch mit Blick auf die Domain-Cluster wird es zu Neuerungen kommen. Durch das externe Feedback von Nutzern kommt es mit Blick auf das Domain-Cluster zu Veränderungen. Bei den Domain-Clustern handelt es sich um jene Ergebnis-Kästen, in denen mehrere Webseiten von einer Domain zusammengefasst werden. Für Google sei es das Ziel, zwar die erste Seite der Suchresultate vielfältiger zu gestalten, allerdings die Domain-Cluster verstärkt auf den folgenden Seiten zu integrieren

Google strebt grundsätzlich eine bessere Kommunikation mit den Webmastern an. Dabei soll vor allem die Kommunikation über die Webmaster Tools verbessert werden. So sollen Webmastern in Zukunft mehr Detailinformationen und mehr konkrete Beispiele bereitgestellt werden. Die Neuerungen, die von Cutts angedeutet wurden, beziehen sich in erster Linie auf Taktiken, die in der Blackhat-Szene angewendet werden. Wissentlich haben diese natürlich nichts mit den Regeln der geltenden Webmaster-Richtlinien gemein. Schon zu Beginn des Videos verwies Cutts darauf, dass Google hart daran arbeite, die richtigen Inhalte an die Nutzer auszuliefern. Blackhat-SEOs müssen sich dagegen wieder auf einen ereignisreichen Sommer gefasst machen.

Quelle: t3n.de