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Negative Kundenbewertungen dürfen nicht vom Onlinehändler entfernt werden

18
Mai

Für einen Onlinehändler sind negative Kundenbewertungen durchaus ärgerlich. Allerdings dürfen sie nach einer jüngsten Gerichtsentscheidung nicht ohne weiteres entfernt werden. Nach einer aktuellen Gerichtsentscheidung ist dies nicht rechtens. Damit haben die Richter einem Onlinehändler widersprochen. Er wollte gegen die ungewollten Bewertungen mit einer einstweiligen Verfügung vorgehen.


Die Richter entschieden nun jedoch, dass ein Onlinehändler gegen die unliebsamen Bewertungen nicht das Mittel der einstweiligen Verfügung wählen darf. Zu dieser Entscheidung kam das Oberlandesgericht Köln. Der Inhalt der Bewertung wurde von dem Händler als unzutreffend bewertet. Von Seiten des Gerichts wurde die Entscheidung gegen die Einstweilige Verfügung vor allem damit begründet, dass für den Betroffenen keine unmittelbare Existenzbedrohung vorliegt. Darüber hinaus standen den negativen fast 11.000 positive Bemerkungen entgegen.

Demnach ist es nicht nachvollziehbar, warum gerade den drei Negativbewertungen ein solch gravierendes Gewicht zugesprochen werden sollte. Nach Erklärungen der Richter muss jeder potenzielle Vertragspartner einfach davon ausgehen, dass letzten Endes auch ein sorgfältiger Verkäufer von Zeit zu Zeit mit einer schlechten Bewertung konfrontiert wird.
Nach Empfehlung von Rechtsanwalt Rolf Albrecht, Kanzlei volke 2.0, sollten Händler mit Blick auf das aktuelle Urteil jedoch vorsichtig sein. Insbesondere auf Internetverkaufsplattformen der verschiedensten Art sind negative Bewertungen häufig ein Ärgernis für den Internethandel. Das aktuelle Urteil zeigt jedoch, dass ein mögliches rechtliches Vorgehen genauestens überdacht werden sollte. Nur so lassen sich Risiken vermeiden.

Quelle: Internetworld