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Online Reputation Management stark im Kommen

5
Aug

Eine immer größere Anzahl an Unternehmern legt Wert auf ihre Online Reputation, also den Ruf, den die Firma im Internet hat. Zu diesem Schluss kommt das 17. LAB Managerpanel, das in einer Kooperation zwischen der Wirtschaftswoche und der LAB Lachner Aden Beyer & Company erstellt wurde.

Zur Datengewinnung wurden 1.200 deutsche Führungskräfte aus der ersten und der zweiten Hierarchieebene befragt. Zusätzlich haben insgesamt 334 Manager bei der Umfrage zum Thema „Online Reputation“ teilgenommen.

Ein richtungweisendes Ergebnis ist, dass 71 Prozent der Befragten den digitalen Ruf als wichtig bis sehr wichtig einstuften und als persönliche Visitenkarte im Internet ansehen. Beinahe die Hälfte (48 Prozent) der Befragten versucht darüber hinaus ihre Online Reputation aktiv mit zu gestalten in Form von Blogs und Foren, aber auch durch Beteiligung an den sozialen Netzwerken.

Vor allem Spitzenmanager haben den Wert ihrer „Personenmarke“ erkannt und sind in diesem Zusammenhang zu 90 Prozent der Meinung, dass die Bedeutung des digitalen Rufs in Zukunft noch weiter zunehmen werde.

Online Reputation der Mitarbeiter wird häufig nicht gerne gesehen

Was für die Führungskräfte mittlerweile geradezu selbstverständlich ist, wird bei den Mitarbeitern oft nicht gerne gesehen. So haben viele Unternehmer etwas dagegen, wenn sich ihre Mitarbeiter beim Business Netzwerk Xing beteiligen. Der Grund ist ganz einfach: Die zuständige Personalabteilung fürchtet in den meisten Fällen, dass gute Mitarbeiter durch Methoden des Headhuntings abgeworben werden. Darüber hinaus fürchtet man den Verlust von zu viel Zeit bei einer all zu aktiven Beteiligung bei Xing.

Dies ist auch eine Erklärung dafür, warum sich auf Xing verhältnismäßig mehr Selbstständige und Einzelunternehmer tummeln, welche versuchen ihre Online Reputation selbst in die Hand zu nehmen. Bei großen Unternehmen sieht das Ganze schon etwas anders aus: diese geben die Gestaltung und Kontrolle ihres digitalen Rufs häufig in die Hände von speziell zu diesem Zweck gegründeten Agenturen.

Dabei können sich Mitarbeiter schnell ins eigene Fleisch schneiden, wenn sie sich aktiv im Web 2.0 beteiligen: „Mein Arbeit langweilt mich heute schon wieder zu Tode“ bei Twitter gepostet, kann, wenn vom Chef gelesen, im Handumdrehen den eigenen Kopf kosten, was viele Beispiele aus der Vergangenheit belegen.

Dabei kann man bei Unternehmen vor allem eines feststellen: die Potentiale des Online Reputation Managments werden derzeit noch wenig ausgenützt, da sich die aktive Mitgestaltung des digitalen Rufs meist nur auf die Neutralisierung von negativen Äußerungen beschränkt.

SEO ist kein Allheilmittel

Der Geschäftsführer von ABAKUS Internet Marketing – Alan Webb – warnt indes davor, die Suchmaschinenoptimierung für die Verschiebung von negativen Äußerungen in den Suchergebnissen zu exzessiv zu verwenden. Vor allem, wenn die Behauptungen auf realen Tatsachen fußen, sei es gefährlich derart vorzugehen, da sich User manipuliert fühlen könnten, was noch negativere Auswirkungen auf die Online Reputation nach sich ziehen könne. Ob diese Taktik verwendet wird, sollte deshalb im Einzelfall stets individuell entschieden werden.

Vor einer derartigen Vorgehensweise sollte stets in einem ersten Schritt der Inhaber der Seite kontaktiert werden und gebeten werden, die negativen Äußerungen zu entfernen oder zu berichtigen. Auf Drohungen, die in den meisten Fällen auf Widerstand stoßen, sollte weitestgehend verzichtet werden. Die Tonalität sollte höflich, freundlich und sachlich sein.

Sollte diese Vorgehensweise nicht fruchten, kann man immer noch mit anderen Mitteln gegensteuern:
–          Positive und neutrale Äußerungen fördern
–          neue Inhalte (Fachartikel, Blogbeiträge, etc.) erstellen
–          neue TLDs oder Subdomains einfügen, die in den SERPs gelistet werden
–          qualitativ hochwertige Inhalte auf anderen Seiten erstellen
–          die Autorität der Seiten mit negativen Äußerungen verringern

Darüber hinaus kann man anonyme Kritik, die auf Beschimpfungen und Anschuldigungen unter der Gürtellinie beruht, im Corporate Blog durchaus ausschließen.

Sehr schnelles Reagieren ist vor allem auf Twitter gefragt. Innerhalb des Microbloggingdienstes werden Meinungen und Äußerungen schnell verbreitet, weshalb unmittelbar nach Erscheinen darauf reagiert werden muss, um schlimmeres zu verhindern.

Insgesamt kann man also sagen, dass die aktive Mitgestaltung des digitalen Rufs in Zukunft immer wichtiger werden wird und die Verschmelzung aus Online Marketing Strategien und PR-Strategien den Erfolg bzw. Misserfolg eines Unternehmens maßgeblich beeinflussen wird.