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Social Media nach Ansicht von Bitkom ein Wertschöpfungsfaktor

18
Mai

Nach Ansicht des Branchenverbandes Bitkom handelt es sich bei der Social Media um einen Wertschöpfungsfaktor. In Deutschland setzt bereits knapp die Hälfte der Unternehmen die Social Media ein. Nach einer für die Gesamtwirtschaft repräsentativen Studie haben 15 Prozent der Unternehmen schon jetzt konkrete Pläne, um bereits in Kürze mit der Nutzung von sozialen Medien beginnen zu können. Für 82 Prozent der Unternehmen ist die Steigerung des Bekanntheitsgrades das wesentliche Ziel beim Einsatz der Social Media.


Darüber hinaus stehen aber auch die Gewinnung neuer Kunden, sowie die Pflege von Kundenbeziehungen hoch im Kurs. Während die Kundengewinnung für 72 Prozent der Unternehmen ein wichtiges Ziel ist, widmen sich 68 Prozent der Pflege von Kundenbeziehungen. Soziale Medien müssen aber auch dann herhalten, wenn Unternehmen das eigene Image verbessern möchten. So werden Social Media-Aktivitäten von 42 Prozent der Befragten mit diesem Ziel genutzt. In den sozialen Medien möchten 23 Prozent der Unternehmen neue Mitarbeiter gewinnen.

Weitere 15 Prozent der Unternehmen wollen dagegen die Produktentwicklung in entsprechender Form vorantreiben. In vielen Unternehmen sind die sozialen Medien nach Angaben von Bitkom-Präsident Dieter Kempf zu einem festen Bestandteil der internen und externen Kommunikation geworden. Dabei werden in den Betrieb für den Einsatz der Social Media zunehmend feste Strukturen geschaffen, die neben spezialisierten Mitarbeitern auch eigene Budgets umfassen.

Des Weiteren zeigten sich bei der Studie große Unterschiede zwischen kleineren und größeren Unternehmen. Sie wurden mit Blick auf die organisatorischen Voraussetzungen für den Einsatz der Social Media deutlich. Demnach haben 86 Prozent der Unternehmen, die über 500 Beschäftigte zählen, auch eigene Mitarbeiter, in deren Aufgabenbereich die Steuerung der Social-Media-Aktivitäten fällt. Dagegen sind eigene Mitarbeiter für die sozialen Medien nur in insgesamt 41 Prozent der mittelständischen Unternehmen vorhanden. 63 Prozent der größeren Unternehmen haben sogenannte Social Media Guidelines. Dabei handelt es sich um Richtlinien, die sich auf die berufliche Nutzung von sozialen Medien durch Mitarbeiter beziehen. Guidelines dieser Art sind dagegen nur in 19 Prozent der kleineren Betriebe vorhanden. Die Großen haben darüber hinaus auch bei dem Social Media Monitoring die Nase vorn.

Mit Blick auf die größeren Firmen betreiben insgesamt 48 Prozent ein Monitoring von ihren Aktivitäten in sozialen Netzwerken. Bei den Kleineren liegt der Anteil lediglich bei zehn Prozent und ist damit deutlich niedriger. Insgesamt halten sich 38 Prozent der Firmen in Deutschland auch weiterhin vom Social Web fern. 62 Prozent davon erklärten in der Studie, dass sie über die Social Media die eigene Zielgruppe nicht erreichen würden. Nach Einschätzungen von Kempf sei dieser Punkt aber nicht mehr nachvollziehbar. Kempf verweist an dieser Stelle vor allem auf die weite Verbreitung von sozialen Medien. Soziale Netzwerke werden von 45 Prozent der Unternehmen gemieden, da sie mit Blick auf den Datenschutz Bedenken haben.

Der personelle Aufwand wird von einem Viertel der Unternehmen als zu groß eingeschätzt. Bei 14 Prozent sind dagegen finanzielle Gründe dafür verantwortlich, dass die sozialen Medien nicht genutzt werden. Mit Blick auf die Studienergebnisse warnte Kempf erneut davor, auf den Einsatz von sozialen Medien zu verzichten. So finden die verschiedenen Diskussionen über Marken und Produkte von Unternehmen ohne Zweifel im Social Web statt. Verschließen sich Unternehmen gegenüber den sozialen Medien, verzichten sie letzten Endes auch darauf Einfluss auf die Diskussionen zu nehmen. Mit der weiteren Verbreitung der Social Media kann sich aus Sicht des Bitkom zusehends ein Kulturwandel durchsetzen. Dabei entwickelt sich dieser hin zu offenen Kommunikationsstrukturen.

Soziale Medien entwickeln sich darüber hinaus zu einem Wertschöpfungsfaktor. Dabei werden Kontakte in sozialen Netzwerken beispielsweise Teil des täglichen Kundenservices eines Unternehmens. Projekte können darüber hinaus über Grenzen von Standorten und Abteilungen hinaus meist effizienter realisiert werden. Dies wird jedoch auch weiterhin nicht von allen Unternehmen in Deutschland erkannt. Das Marktforschungsunternehmen untersuchte für die aktuelle Studie insgesamt 732 repräsentativ ausgewählte Unternehmen.

Quelle: Internetworld