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Tipps für die Erstellung von Searcher Personas

29
Mai

Unter Searcher Personas müssen fiktive Nutzer verstanden werden, die dabei helfen können, die individuelle Suchmaschinenoptimierung einer Webseite auf die Bedürfnisse der jeweiligen Nutzer auszurichten. Das Konzept hinter den Searcher Personas ist vergleichsweise simpel gestaltet. Durch jeden Searcher Persona wird eine bestimmte Nutzergruppe präsentiert.

Im Rahmen dieser Nutzergruppe finden sich User, die sich mit Blick auf ihr Such- und Nutzungsverhalten in gewissen Punkten ähnlich sind. Durch die Searcher Personas soll Unternehmen dabei geholfen werden, deren Zielgruppen zu beschreiben. Gleichzeitig soll sich das Unternehmen dazu ein Bild machen, welche User sich auf der eigenen Internetseite bewegen oder eben künftig bewegen sollen. Beides hilft bei der Entwicklung neuer Strategien und Maßnahmen.


Für ein Unternehmen ist es entscheidend, die eigenen User zu kennen. Nur wenn sie bekannt sind, kann sich ein User auch vorstellen, nach welchen Inhalten sie suchen und welche Informationen von ihnen eben auch als relevant angesehen werden. So lassen sich aus einer Masse an Informationen die herausfiltern, die der jeweilige Nutzer letzten Endes konsumieren möchte. Diese Erkenntnisse über die Nutzer sind entscheidend für die Strategie, die in der Suchmaschinenoptimierung gewählt wird. Dabei nehmen sie sowohl Einfluss auf die Contentstrategie als auch auf das Linkbuilding. Für die Erstellung der Searcher Personas sind fünf Schritte ausreichend.

Zunächst müssen Unternehmen sämtliche messbare Ziele einer Webseite festlegen. Dabei sollte gleich zu Beginn zwischen Haupt- und Nebenzielen unterschiedlichen werden. Ein Hauptziel könnte beispielsweise der Verkauf eines bestimmten Produkts sein. Dagegen könnte das Nebenziel die Newsletteranmeldung darstellen.

Im zweiten Schritt geht es darum, relevante Suchbegriffe zu identifizieren. Dies ist mittels einer Keywordanalyse möglich. Dazu müssen verschiedene Google-Tools genutzt werden. So bietet sich beispielsweise die Anwendung des AdWords-Keywordtools an. Aber auch Webanalysetools könnten dabei helfen, die verschiedenen Keywörter zu ermitteln. Alle gewonnenen Daten sollten nach Suchanfragetypen gebündelt werden. Empfehlenswert ist ebenso eine Bündelung nach Themen, die auf der Webseite zu finden sind. Anschließend muss das Conversion-Potenzial je Keyword ermittelt werden.

Der dritte Schritt konzentriert sich auf die Bestimmung der Zielgruppen. Dabei geht es um die Usergruppen, die mit der eigenen Webseite angesprochen werden sollen. Am einfachsten kann die Bestimmung durch Anwendung der klassischen Zielgruppenanalyse erfolgen. Dabei sollte erneut eine Unterteilung in Haupt- und Nebenzielgruppe erfolgen.

Im vorletzten Schritt muss schließlich die Zielgruppe mit dem höchsten Conversion-Potenzial ermittelt werden. Genau diese Zielgruppen sollten im Rahmen der Strategie zuerst fokussiert werden. Die definierten Zielgruppen müssen im fünften und letzten Schritt mit den Daten aus der Keywordanalyse angereichert werden. Gleichzeitig müssen nun auch die Daten des Suchverhaltens berücksichtigt werden. Erst im Anschluss kann die Segmentierung der Zielgruppen zu Personas erfolgen.

Durch die fiktiven Nutzer wird deutlich, wie die Zielgruppen bei ihrer Suche vorgehen und wonach sie letzten Endes überhaupt suchen. Dadurch können Unternehmen die Inhalte ihrer Webseite viel zielgerichteter gestalten. All diese Informationen dürfen in die Entwicklung einer SEO-Strategie einfließen und können helfen, den richtigen strategischen Weg zu ermitteln.

Eine immer größere Bedeutung genießt die Contentstrategie. Für den Erfolg im Web ist es wichtiger denn je, dass den Nutzern Inhalt angeboten wird. Er sollte dabei sämtliche Interessen und Bedürfnisse der Personas erfüllen können und deren Bedürfnisse verstärken.

Anschließend bietet sich für Unternehmen die Erstellung von Landingpages an. Alle Landingpages sollten individuell und ebenso suchmaschinenoptimiert erstellt werden. Für jede Persona sollte eine eigene Landingpage erstellt werden, die sowohl Grafik- als auch Textelemente an deren Bedürfnisse anpasst.

Auch die Snippets dürfen an dieser Stelle nicht in Vergessenheit geraten. Natürlich sollten sie ebenso immer gezielt auf die jeweiligen Personas ausgerichtet werden. Die Personas helfen auch beim Linkbuilding. Grundsätzlich kann anhand des Suchverhaltens, das die einzelnen Personas an den Tag legen, auch das eigene Linkbuilding beeinflusst werden. Anhand des Suchverhaltens lässt sich herausfinden, in welchen Bereichen die eigene Zielgruppe unterwegs ist und bei welchen Formaten es sich um ihre Favoriten handelt. Dies sollte immer auch bei der Wahl der Link-Umfelder berücksichtigt werden.

Von den Searcher Personas können nicht nur die SEO-Maßnahmen an sich profitieren. Die Erkenntnisse, die dadurch gesammelt werden, können immer auch in das E-Mail-Marketing, die SEA und das Social Media Marketing einfließen. Dadurch ist eine gezielte Optimierung der Kampagnen möglich.

Die Maßnahmen, die in Verbindung mit den Searcher Personas getroffen werden, werden mit Blick auf Facebooks Graph Search keine Hilfe sein. In dieser lassen sich die Ergebnisse in weiten Teilen nur durch professionelles Community-Management verbessern.

Quelle: Internetworld