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Trends für das Webdesign der Zukunft

13
Jun

Viele Websites, die derzeit im Internet zu finden sind, werden mit ihrer Gestaltung langfristig nicht dem Konkurrenzdruck im Web standhalten können. Der Grund dafür ist ihr Design. Nicht selten sind Webseiten überladen, bedienerunfreundlich und orientieren sich zugleich zu wenig an den Bedürfnissen der Kunden. In Zukunft werden sich Webseiten hingegen am Point of Sale orientieren, um diesen schließlich hinter sich lassen zu können.

Nach Ansicht von Experten können Internetseiten in der Zukunft dem stationären Handel den Rang ablaufen. Sie werden dazu in der Lage sein, maximale Conversion- und Response-Rates zu generieren und können zudem erfolgreich teure, emotionale und ebenso auch komplexe Leistungen im Web verkaufen. Immer häufiger wird für ein hirngerechtes Wegdesign plädiert. Nach Einschätzungen von Ralf Pispers müssen Websites Kunden gehirngerecht ansprechen können. Eine entscheidende Position nimmt dabei der Content ein. Derzeit denken viele Unternehmen zu intensiv über die Navigation einer Seite nach. Dadurch gerät das, was ein Unternehmen verkaufen möchte, rasch in den Background. Viele bemerken so auch nicht, dass der Inhalt und die Struktur einer Internetseite nicht zusammen passen. Die Fehler, die dadurch entstehen, sind abstrakt. Ein Beispiel dafür ist die Internetseite von Worldvision. Hier können Nutzer ihr Patenkind in den Warenkorb legen. Doch auch Seiten wie die der Postbank weisen erhebliche Fehler auf.
Die Kardinalfehler des Webdesign dieser Zeit sind einfach zu definieren. Die Webseiten gehen nicht auf die Bedürfnisse des einzelnen Nutzers ein. Wenn sich ein Kunde bereits für ein Produkt entschieden hat, möchte er nicht über vollkommen andere Angebote informiert werden. Internetseiten und die Unternehmen, die dahinter stehen, müssen im Web zuhören und verstehen können. Ein Nutzer teilt sich auf einer Webseite deutlich mit. Dabei erfolgt diese Form der Kommunikation durch Mausbewegungen und Klicks. Wenn er sich für ein Produkt entschieden hat, ist die Anzeige der Navigation für andere Artikel überflüssig. Der zur Verfügung stehende Platz sollte genutzt werden, um das vom Kunden gewünschte Produkt gekonnt in Szene zu setzen.

Führen unternehmen mit einem Kunden ein Beratungs- und Vertriebsgespräch nicht konsequent, wird der Response, der durch die Webseite erzeugt wurde, schnell zerstört. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn dem Kunden auf der Seite alles Mögliche angezeigt wird. Die Risiken, die damit einhergehen, sind enorm. Durch das Anzeigen von weiteren Inhalten entsteht die Gefahr, dass der Kunde abschweift und sich schließlich in der Webseite verliert. Im schlimmsten Fall gerät das, was er eigentlich kaufen wollte, in Vergessenheit. Nicht selten fühlen sich Kunden von den Webseiten und den Unternehmen nicht verstanden. Dies geschieht bereits bei der Kontaktaufnahme. Auf vielen Seiten werden User für diese über nahezu endlos lange FAQ-Listen gescheucht. Oft wollen die Unternehmen weder eine Telefonnummer noch eine E-Mail-Adresse preisgeben. Dabei sollten sich Betriebe immer vor Augen halten, dass es sich bei dem Internet um ein Werkzeug handelt, um mit einem Kunden in einen Dialog treten zu können. Während Unternehmen kaum etwas über sich verraten möchten, verlangen deren Webseiten von Nutzern jedoch eine Fülle von Daten, die preisgegeben werden sollen.

Im Internet geht es zunehmend um die Einfachheit in der Kommunikation. Doch gerade in diesem Bereich haben die Betriebe auch nach durchschnittlich zehn Jahren Weberfahrung nicht viel dazu gelernt. Dabei nimmt das Geben und Nehmen im Web 2.0 eine Schlüsselrolle ein. Wie der Marktforscher eResult in einer Studie ermittelt hat, erwarten die Nutzer von Internetseiten bestimmte Navigationselemente.

So werden in Online Shops von Seiten der Nutzer horizontale Navigationsleisten gefordert. Bei allen anderen Internetseiten sollten die Navigationspunkte vertikal angeordnet sein. Auch nach Jahren hat sich dieses Bild nicht geändert. Die Navigationsleiste nimmt auf einer Internetseite einen unerlässlichen Basisfaktor ein. Aus diesem Grund kann darauf auch nicht verzichtet werden. Ein einzelnes Angebot hat im Internet nur wenige Sekunden Zeit, um einen Nutzer zu überzeugen. Der Grund dafür ist die hohe Anzahl an Webseiten, die rasant wächst. Die Sekunden sollten von dem Unternehmen effektiv genutzt werden. Dies ist beispielsweise durch ein optimiertes Design möglich. Durch dieses kann die Aufmerksamkeit des Nutzers direkt auf die Vorteile des Unternehmens gelenkt werden.

Bei der Gestaltung einer Webseite kann das Eyetracking-Tool, das von der Whitematter Labs GmbH und Eyequant entwickelt wurde, helfen. Durch dieses werden die Elemente und Positionen identifiziert, die dazu in der Lage sind, die meiste Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich zu ziehen. Nicht selten ist das Ergebnis eine Online-Präsenz, die deutlich abgespeckt ist. Bei der Gestaltung von Webseiten muss darauf eingegangen werden, dass die zentralen Gestaltungselemente auch die größte Aufmerksamkeit erhalten und nicht durch andere verdrängt werden. Bei vielen Elementen, die auf einer Webseite zu finden sind, handelt es sich nach Ansicht von Experten um gut gemeinte Kosmetik.

Der Nutzer braucht jedoch, um sich zurechtzufinden, deutlich weniger Design. Ein Kerngeschäft muss im Internet immer einfach, ansprechend und letztlich vor allem auch funktional gestaltet sein. Gleiches gilt für die Abarbeitung und die Logistik einzelner Vorgänge. Im Internet funktioniert die Verführung durch Webseiten grundsätzlich nur bedingt, denn auch die Nutzer sind in den vergangenen Jahren erwachsen geworden und haben Erfahrungen im Internet gesammelt. Mobile Endgeräte verdeutlichen diesen Trend. Wenn weniger Platz zur Verfügung steht, muss auch der Service komprimiert werden. In diesem konzentriert man sich auf die wichtigsten Anfragen. Durch einen guten Service wird binnen weniger Sekunden eine Problemlösung geboten. Eine Kernfrage bei den Anwendungen der Zukunft wird der Aspekt sein, wie man mit einem sehr geringen Zeitvolumen methodisch und vor allem intelligent umgeht.

Aus diesem Grund muss die Kommunikationsleistung auf einfache Fragen auch einfache Antworten liefern können. Der Nutzer sollte sich im Idealfall lediglich mit einem Produkt und einer Dienstleistung auseinandersetzen müssen. Seitenaufbau und Navigation sind in diesem Punkt sekundär. In Zukunft muss bei der Neuausrichtung von Webseiten der Fokus auf einer natürlichen Kommunikation liegen. Grundsätzlich muss künftig im Web mit einem Verdrängungswettbewerb in den Shops gerechnet werden. Bei der Gestaltung sollten sich Unternehmen immer die Frage stellen, wie ein guter Verkäufer im stationären Handel reagieren würde.

Unternehmen können erst dann an Cross- und Upselling denken, wenn Bedürfnis und Kaufmotiv von einem Kunden erfolgreich gestillt wurden. Zu einem wichtigen Bestandteil könnten sich in Zukunft Video-Interfaces und Moderatoren auf Webseiten entwickeln. An diese müssen die Nutzer jedoch vorsichtig herangeführt werden. Umso aggressiver Nutzer mit Bewegtbildern konfrontiert werden, desto höher ist auch die Abbruchquote. Es ist wichtig, dass bei den Inhalten das Zusammenspiel zwischen Transparenz, Austausch und Wertigkeit optimal funktioniert. In  Zukunft werden für die Gestaltung von Webseiten überwiegend Analysetools zur Hand genommen werden. Sie liefern in Echtzeit ein Feedback zur Effektivität des Designs.

Quelle: ibusiness