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Weiter Streitigkeiten um Googles Monopol in Sachen Buchdigitalisierung

22
Sep

Nun machen auch verschiedene europäische Verbände gegen Googles Digitalisierungsunternehmen von nicht mehr verlegten Büchern mobil. Google strebt Einigung an und zeigt bereits Entgegenkommen.

Vor Kurzem hatten sich fünf Organisationen an die Europäische Kommission gewandt, um ihre Einwände auch an die US-amerikanische Regierung weiterzuleiten. Bei den fünf Organisationen handelt es sich um:

 

–          ICOMP – Initiative for a Competitive Online Marketplace

–          der Börsenverband des Deutschen Buchhandels

–          Internet Archive / Open Book Alliance

–          CEPIC – Coordination of European Picture Agencies Press Stock Heritage

–          EBLIDA – European Bureau of Library, Information and Documentation Associations.

 

Dabei sind sich die verschiedenen Organisationen darüber einig, dass das angestrebte Ziel eine Lösung zu finden sei. Die vorgeschlagenen Wege seien allerdings nicht zufriedenstellend, denn dadurch würde ein „De-facto Monopol“ erschaffen werden, welches den digitalen Zugang zu Millionen von Arbeiten verschaffe – darunter auch viele aus Europa. Es könne nicht angehen, dass die Vereinigten Staaten ein internationales Modell für den weltweiten Umgang mit Urheberrechten kreieren.

 

Indes ist Google bereits seit dem Jahr 2004 damit beschäftigt Bücher in großem Umfang zu digitalisieren. Die Nutzung dieser Bücher soll für die User kostenlos sein und stattdessen über eingeblendete Werbung finanziert werden. Nachdem bereits mehrere US-amerikanische Autoren und Verlage gegen dieses Vorhaben geklagt haben, hat man sich auf einen Vergleich geeinigt, dessen gerichtliche Bestätigung noch ausständig ist. Nach Abschluss würde der Vergleich allerdings weltweit gültig sein. Der Entscheid über den Vergleich soll am 7. Oktober in einer Anhörung fallen.

 

Google betont, dass das Unternehmen auf die Bedenken eingehen möchte und darüber hinaus Vertreter von europäischen Verlegern an der Beaufsichtigung von Google books teilhaben lassen möchte. Darüber hinaus möchte man die Kontrollen bei „vergriffenen Büchern“ verschärfen, damit diese nicht fälschlicherweise digitalisiert werden.