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Wie sich Online Shops vor Betrug schützen können

11
Jan

Online Shop Betreiber müssen immer mehr Bezahlmethoden handeln. Für Kunden bietet das zwar Vorteile, aber Händler laufen so immer mehr Gefahr betrogen zu werden.

Aus diesem Grund wird passendes Risiko Management sowohl im B2B als auch im B2C Bereich ständig wichtiger. Aktuellen Studien zufolge arbeiten allerdings nur wenige Online Shop Betreiber mit Risiko Präventionsmethoden. Hauptgründe hierfür sind auf der einen Seite wohl Informationsdefizite und auf der anderen Seite mangelnde Erfahrung.

Ein großes Problem stellt vor allem der Kreditkartenbetrug dar. Rücklastschriften sind mehr Regel als Ausnahme, weshalb sich die Zusammenarbeit mit einem Zahlungsanbieter empfiehlt, der über ein professionelles Risiko Management verfügt. Diese Anbieter arbeiten mit
–    Schufa-Scoring,
–    Adressabgleich,
–    Blacklisten,
–    BIN (Bank Identification Number),
–    Device Checks,
–    IP-Adressen Abgleich
–    und Inkasso Diensten,
welche dem Online Händler einen gewissen Schutz ermöglichen.

Professionelles Risiko Management bei Online Shops

Zwar behaupten viele Zahlungssysteme, dass sie über die oben genannten Schutzmaßnahmen verfügen, im Fall der Fälle werden die Kosten allerdings dennoch auf den Händler umgewälzt. Deshalb sind Online Shop Betreiber gut beraten mit Zahlungsanbietern zusammenzuarbeiten, die präventiv – also beispielsweise mit Zahlungsausfallversicherungen – arbeiten. So kann sich der Händler besser vor Rückbuchungen und Betrug schützen.

Zudem sollten Händler mit sogenannten Verkaufsbestätigungen und Rücklastgarantien arbeiten, die das Risiko des Zahlungsausfalls weiter verringern können.

Was in diesem Zusammenhang noch zu beachten ist:

  • Auswahl geeigneter Bezahlmethoden. Über die Auswahl geeigneter Bezahlmethoden kann sich der Online Händler vor Betrug schützen. So können elektronische Geldbörsen – wie beispielsweise eWallet – und Instant Bank Transfer das Risiko vermindern, da man seine Kunden identifizieren und authorisieren und somit auch kennenlernen kann. Damit einher geht ein signifikanter Rückgang des Betrugsrisikos und der Rückzahlungen.
  • Sichere Zahlungstechnologien nutzen. Werden Zahlungen mittels Kreditkarte oder EC-Karten gewährt, sollten alle zur Verfügung stehenden Zahlungskontrollen genutzt werden. Dies schließt zum Beispiel CVC Codes (der dreistellige Sicherheitscode), 3D Secure Technologie (Mastercard SecureCode oder Verified by Visa) und Adressverifikationen mit ein. Darüber hinaus sollte jeder Online Shop Betreiber mit eigenen Black Lists arbeiten, die er sich beim Zahlungsanbieter einholen kann.
  • Warnzeichen entschlüsseln. Ein derartiges Warnzeichen kann beispielsweise sein, wenn ein Neukunde eine große Anzahl an Waren bestellt, die den privaten Bedarf bei Weitem übersteigt. Vor Bestellungen zwischen 1 und 4 Uhr sollte man ebenfalls auf der Hut sein, da viele Betrüger die Tatsache ausnützen, dass es zu dieser Zeit nur wenig bis gar keine manuellen Kontrollen gibt.
  • Das Kundenverhalten überprüfen. Treten Abweichungen zwischen Liefer- und Kundenadresse auf, sollten die Daten einer genaueren Überprüfung unterzogen werden. In diesem Zusammenhang sollten auch keine Waren an ein Postfach verschickt werden, sofern es keine zwingenden Gründe hierfür gibt. Bei irgendwelchen Problemen sollte prinzipiell Kontakt mit dem Kunden aufgenommen werden. Ist der Kunde mehrmals nicht zu erreichen, ist Vorsicht geboten.

Es gibt also viele Gründe, die für ein professionelles Risiko Management sprechen. Die jeweils eingesetzten Zahlungsmethoden sollten prinzipiell für jeden Shop individuell ausgesucht werden.

Quelle: ibusiness