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Yahoo in der Krise

23
Nov

Nach langem Ringen scheint Yahoo! sich langsam von seinem Traum als Marktführer im Suchmaschinengeschäft zu verabschieden. Yahoo-Chef Jerry Yang trat von seinem Vorstandsposten zurück. Yang hatte das Suchmaschinenportal Yahoo! 1995 mit einem Studienkollegen gegründet und verdiente schon innerhalb der ersten Jahre Milliarden, die den Erfolg der Suchmaschine bestätigten. Doch auch in der Wirtschaft gilt, der Schwächere verliert und der Stärkere gewinnt.

Seit mehreren Jahren kämpfte Yahoo! gegen Google um Userquoten,  konnte den Suchmaschinengiganten jedoch nie von seinem Thron verdrängen. So musste auch der letzte Yahoo! Chef bereits nach einem Jahr erfolglosen Kampfes seinen Platz räumen. Yang übernahm den Chefposten erst vor einem Jahr von seinem Vorgänger, blieb selbst aber ebenso erfolglos. Nach einer Untersuchung des Branchendienstes ComScore verzeichnete Google im Juli 2008 eine Suchanfragenquote von 62% in den USA und 79,8% in Deutschland und lässt Yahoo! mit 20% (USA) und 0,9% (Deutschland) damit weit hinter sich. Spätestens seit dem gescheiterten Übernahmeversuch durch Microsoft im Mai dieses Jahres scheint klar zu sein, dass Yahoo! sich keineswegs weiterhin als Konkurrent Googles messen kann.

Nachdem Yang das Microsoft Übernahmeangebot im Mai abgelehnt hatte und sich damit harter Kritik gegenüber sah, versuchte er durch eine Kooperation mit Google im Bereich Online-Werbung eine positive Bilanz zu schaffen. Doch auch hier blieben die erhofften Gewinne aus, nachdem sich die US-Wettbewerbshüter in den Kooperationsvertrag einmischten. Für Yang eine bittere Niederlage, die er nur noch mit seinem Rücktritt quittieren konnte. Obwohl Yahoo! wohl kaum noch eine Chance auf den Platz des Marktführers hat und Google damit den Weg räumt, ist das Unternehmen keineswegs gefährdet.

Trotz der Entlassung von Yahoo-Mitarbeitern noch vor Kurzem, schreibt Yahoo! immer noch schwarze Zahlen und zählt zu den beliebtesten Seiten im Internet. Kritiker meinen, dass der Misserfolg des Unternehmens vor allem dem Namen Yang und seinem Verhalten im Bezug auf das Microsoft Angebot zuzuschreiben sei. Das würde dann auch den plötzlichen Anstieg der Yahoo! Aktien nach dem Rücktritt um 10% erklären. Anscheinend hoffen Aktionäre auf  den nächsten  Yahoo!-Chef und  auf ein erneutes Angebot seitens Microsoft.